Côte d’Ivoire

Côte d’Ivoire

Die Côte d’Ivoire ist das wirtschaftlich stärkste Land der westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA). Das nach seiner Unabhängigkeit zum „Wirtschaftswunder Westafrikas“ aufgestiegene Land ist im afrikanischen Vergleich stark industrialisiert. Es ver­fügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur, ein solides Energieversorgungssystem, einen dynamischen Dienstleistungssektor und mit dem Hafen von Abidjan – dem zweitgrößten Hafen des Kontinents – über den wichtigsten Umschlagplatz für globale Handelsgüter in Westafrika.

In der Wirtschaftsmetropole Abidjan befinden sich der Sitz der Afrikanischen Ent­wick­lungsbank (AfDB) sowie zahlreicher Unternehmen, die von der Hub-Funktion des Landes profitieren, um von dort aus die gesamte westafrikanische Region abzudecken. Die besondere Rolle des Landes für Westafrika wird an seiner Bedeutung für den Export deutlich. Fast zwei Drittel der Ausfuhren der UEMOA entfallen auf die Côte d’Ivoire, die 40% des BIP der UEMOA erwirtschaftet.

Schwellenland als erklärtes Ziel

Auf Grundlage dieser günstigen makroökonomischen Voraussetzungen treibt die Regierung zahlreiche Projekte voran, die dem Land zukünftig den Status eines Schwellenlandes verleihen sollen. Die Prioritäten der staatlichen Maßnahmen liegen dabei auf der Förderung der Landwirtschaft, der Ausweitung der Erdölförderung und dem Ausbau der industriellen Produktion. Ein wesentliche Rolle in der Förderung von Investitionen in diesen Bereichen kommt der staatlichen Investitionsförderagentur CEPICI zu („Centre de Promotion des Investissements en Côte d’Ivoire“, http://www.cepici.gouv.ci/en/).

Die Landwirtschaft ist das Rückgrat der ivorischen Wirtschaft. Eine besondere Stellung kommt der Côte d’Ivoire dabei in der Produktion des Rohstoffs Kakao zu. Das Land ist mit rund 40 Prozent Weltmarktanteil größter Kakaoproduzent und -exporteur. Weitere wesentliche landwirtschaftliche Exportprodukte sind Kaffee, Palmöl und Baumwolle. Einen signifikanten Beitrag zur Erreichung der Wachstumsziele soll der Ausbau der Erdölexploration und -verarbeitung leisten. Bedeutende Vorkommen von Gold, Eisenerz und Mangan tragen ihrerseits zur gegenwärtigen Aufbruchsstimmung in der Côte d’Ivoire bei.

Regionaler Wachstumsmotor

Das Land befindet sich nach einer Phase soziopolitischer Unruhen seit dem Jahr 2012 auf einem sowohl politisch als auch wirtschaftlich stabilen Entwicklungspfad. Mit seinem hohen Wirtschafts­wachstum der letzten Jahre von rund 8 Prozent – im Jahr 2016 war die ivorische Wirtschaft mit 8,5 Prozent die am stärksten expandierende Afrikas – und ähnlich beeindruckenden Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre ist die Côte d’Ivoire einer der attraktivsten Märkte Afrikas. Laut Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die Côte d’Ivoire im Jahr 2019 mit 7% Wirtschaftswachstum die am viertstärksten wachsende Volkswirtschaft Afrikas sein – und damit die Nummer 1 unter den frankophonen Staaten. Wichtigster Handelspartner ist dabei die EU, mit der seit 2008 ein Handelsabkommen besteht.

Zahlreiche Geschäftsmöglichkeiten

Für europäische Unternehmen bestehen in der Côte d’Ivoire vor allem in folgenden Bereichen gute Geschäftsmöglichkeiten:

  • Landwirtschaft / Agroindustrie (Liefergeschäfte, Verarbeitung, Wertschöpfungsaufbau und Exporte)
  • Energie und Rohstoffe (Liefergeschäfte, Modernisierung, Engineering und Beratung)
  • Industrie (Lieferung industrieller Güter, Modernisierung und Beratung)
  • Umwelttechnologien (Liefergeschäfte, Engineering und Beratung)
  • Infrastruktur, Verkehr und Transport (Liefergeschäfte, Modernisierung und Beratung)
  • Gesundheitswesen (Errichtung neuer Infrastruktur, Engineering und Beratung)
  • Tourismus (Errichtung von Infrastruktur, Ausbildung und Beratung)

Prosper Africa verfügt über professionelle und erfahrene Teams in Europa und Abidjan, um interessierte Unternehmen bei der Marktbearbeitung in der Côte d’Ivoire erfolgreich zu unter­stützen.